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Manfred Baumann
















.:Manfred Baumann Blog:.
THANK YOU JUDY!
12.Januar 2007 | Manfred Baumann | in English.
Liebe Fotofans,

vieles kann man kopieren oder nachstellen, doch diese Geschichte besser nicht.
Wie Ihr sicherlich wißt, fotografiere ich Landschaften leidenschaftlich gerne und bin oft unterwegs.
Doch wie gefährlich die Natur sein kann, haben wir vor 3 Tagen am eigenen Leib verspürt. Als wir die Wüste Death Valley verlassen haben, fuhren wir in die Sierra Nevada, wo wir den Sherman Pass überqueren wollten.

Es ging auf ca.6500 Fuss hoch, wo wir die Ranger-Station bzw. den General-Store verlassen & geschlossen vorfanden.
Es gab hier niemanden und nichts- auch keine Handyverbindung.

Weiter Richtung Sherman Pass, kamen wir nach ca. 20 km auf Eis, weiter dann auf Schnee, der immer tiefer wurde.


An dieser Stelle hätten wir eigentlich umdrehen müssen, was uns jetzt natürlich klar ist. 10 km später blieben wir letztendlich im Schnee stecken.

Ich erkannte den Ernst der Lage ziemlich bald.
Nelly war voller Optimismus und wir versuchten, den Wagen aus dem immer tiefer werdenden Loch herauszubekommen.

Als es dann jedoch finster wurde und ich merkte, dass der Benzin dem Ende zuging, mussten wir einen Plan schmieden. Nachträglich erfuhren wir, dass erst vor einigen Wochen hier ein Mann erfroren war, dem das gleiche wiederfahren ist, und der Hilfe für seine Frau und zwei Kinder holen wollte. Seine Familie wurde nach 9 Tagen gefunden.

Es kam natürlich nicht in Frage, in der Nacht mehr als 30 km durch einen Wald zu wandern, in dem Bären, Coyoten etc. leben, und so blieb uns keine andere Möglichkeit, als die Nacht im Auto zu verbringen.

Diese Nacht war sehr, sehr lang und eisig kalt mit -12°C. Wir mussten den Wagen alle 90 Minuten starten, um nicht zu stark abzukühlen.

Es war uns klar, dass wir bei Sonnenaufgang losgehen mussten. Was die Lage nicht verbesserte, war die Tatsache, dass wir nichts zu essen & trinken hatten. Wir begannen Schnee in der Flasche zu schmelzen.
Nach 22 Std. Nahrungsentzug, brachen wir um 7.30 Uhr früh auf.

Wir waren müde und schwach, unbeschreiblich hungrig und umgeben von Bärentatzen im Schnee.
Nach ca. 5 Stunden Abstieg kam uns nach fast 2 Tagen der erste Truck entgegen. Die Fahrerin war Judy und sie war unsere Rettung.

Sie brachte uns in Ihr Haus, versorgte uns mit Essen und bot uns Unterkunft für die Nacht.

Sie organisierte am nächsten Tag Ihren Freund Carl,

der uns mit seinem Truck half,
unser Auto zu bergen,
denn es war kein Abschleppdienst bereit,
in die Sierra Nevada zu fahren.





Judy und Carl

sind Menschen, die es leider nicht allzu oft gibt- Menschen, die anderen helfen und nicht nur an sich denken.

Danke Judy, wir vergessen Dich nie, und wann immer Du etwas brauchst, sind wir für Dich da.

Nun, das war mal ein andere Blogeintrag.

Liebe Fans, bleibt immer am geraden Weg und denkt darüber nach, was im Leben wirklich zählt.

Bis bald

Euer Manfred
Manfred Baumann |




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