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Canada - Travelphotography
08.Juli 2008 | Manfred Baumann | in English.

 

Nach über 20 Tagen Wildnis freuen wir uns, wieder durch kleine Städte zu kommen und nähern uns Vancouver, wo wir die letzten Tage unserer Tour verbringen werden.

Die Reisefotografie ist für mich besonders interessant und schön aber meines Erachtens auch sehr schwierig! Ein gutes Foto muss den Betrachter fesseln, eine Stimmung wiedergeben bzw. eine Geschichte erzählen. Je länger ich es betrachte, umso mehr Gedanken und Fragen sollen sich ergeben und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Das Foto sagt auch etwas über den Fotografen aus.

Mein Beispiel an dieser Stelle ist mein Foto "New York", eines meiner liebsten & beliebtesten Fotos, welches nicht nur weltweit in Galerien zu sehen ist, sondern auch

Sir Roger Moore besitzt. "New York" ist ein 2 Meter hohes Leinenfoto voller Leben.

Steht man davor, entdeckt man immer wieder Neues. Fragen des Betrachters könnten sein: Wann wurde das Bild fotografiert?...zu welcher Tageszeit oder Jahreszeit? Die Menschen die darauf zu sehen sind, finde ich auch sehr interessant. Gehen die gerade von der Arbeit heim? Wo leben sie jetzt? Was denkt der Mann im Vordergrund? Wo war der Standort des Fotografen? Gibt es die Geschäfte & Lokale noch? ....und so weiter, und so weiter!

Die Kunst eines guten Fotografen ist es, das Gewohnte zu verlassen um Neues & Interessantes mit der Kamera einzufangen.

Nun stellt Euch mal vor, wieviele Menschen den Eifelturm in Paris schon fotografiert haben. In den meisten Fällen haben sie ihn gleich von dem Standort, von welchem sie ihn das erste Mal entdeckt haben, fotografiert.

Versucht es anders zu machen! Ein Berufs- oder Hobbyfotograf möchte, dass seine Fotos gerne und immer wieder gesehen werden.

Heute gibt es noch zusätzlich zu Kalendern, Büchern, Magazinen und Zeitungen, das Internet. In unzähligen Foren, haben Hobbyfotografen die Möglichkeit sich auszutauschen. Aber das Wesentliche ist nach wie vor, das Gewohnte zu verlassen. Zu beachten sind Bildaufbau, SW oder Farbe, Details und Ausschnitte etc.

In weiterer Folge sollte man versuchen einen eigenen Stil zu entwickeln, der sich wie eine Handschrift durch alle Fotos zieht, und sie so unverkennbar macht. D.h. man sollte andere nicht kopieren oder in Kursen nach dem perfekten Foto suchen.

Vergleichbar mit Musikern, welche nur dann ewig erfolgreich sind, wenn sie Ihren eigenen Stil & eine unverkennbare Stimme besitzen.

Für mich persönlich zählt der leider bereits verstorbene Fotograf Adams Ansel zu den ganz Großen.

Zu meinem heutigen Blogeintrag habe ich Euch von meiner derzeitigen Reise durch Alaska 2 Fotos hinzugefügt.

Auf einem Foto ist ein See in Farbe zu sehen, den ich um 6 Uhr früh fotografiert habe und somit die Morgenstimmung & Ruhe einfangen konnte.

Das zweite Foto zeigt ein altes Roadhouse, das ich auf dem Weg nach Fairbanks entdeckte. Dieses Haus hat viele Geschichten zu erzählen und in SW, mit dem bewölkten Himmel finde ich es am eindrucksvollsten. Ich hoffe, dass ich euch mal abseits von aller Technik, für Eure kommenden Urlaubs- bzw. Reisefotos inspirieren konnte.

Leider ist unsere Reise bald zu Ende und es wartet jede Menge Arbeit in München, New York, L.A. und Wien auf mich.

Aber wir spinnen bereits neue Reisepläne, unsere nächste Tour führt uns nach Japan.....

alles Liebe Euer Manfred

Links zur Story:

Adams Ansel

 

 

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