Immer wieder zieht es mich in die Ferne. Gemeinsam mit meiner Frau habe ich bereits wenige Wochen nach meiner Heimkehr schon wieder Fernweh. Vor einer Woche sind wir nach Canada geflogen, um für weitere Ausstellungen und Bücher zu fotografieren.

Unsere Tour führte uns bisher von Vancouver, durch den Banff & Jasper National Park, über die Rocky Mountains bis nach Alaska, wo wir Fairbanks, Valdez und Anchorage erkunden werden.
Zur Zeit befinden wir uns aber in North Pole, der Heimatstadt von Santa Claus. Hier ist das ganze Jahr Weihnachten!
In den letzten Tagen sahen wir sehr viele wilde Tiere in einer atemberaubenden Landschaft.
Wir fuhren tagelang durch unberührtes Land, vorbei an schneebedeckten Bergen, reissenden Flüssen und glasklaren Seen.
Wildpferde, Elche, Wölfe, Bären, Adler, Biber, Füchse, Büffel und Bisons kreuzen täglich unseren Weg. Es ist sehr beeindruckend, wenn man früh morgens aus seinem Camper kommt, und Elche beim baden im Wasser beobachten kann oder Bären, die den Wald durchforsten. Das Reisen mit dem Camper macht uns sehr flexibel.
Wilde Tiere sind allerdings unberechenbar, was sich vorgestern wieder bestätigte. Als wir mit unserem Camper anhielten, um einen Schwarzbären zu fotografieren, kam dieser sehr rasch und respektlos auf uns zu. Schnell schlossen wir die Fenster, weil er unbedingt in das Fahrzeug wollte.
Als ihm das durchs Fenster nicht gelang, schlich er clever zur Eingangstür, die glücklicherweise ebenfalls geschlossen war.
Wir sind geflüchtet!
Die Tage hier sind sehr lang und wir haben nur 2-3 Stunden Nacht.
Beim nächsten Bericht, erzähle ich Euch ein wenig mehr über die Landschaftsfotografie & Technik, sofern es in der Wildnis nochmals Internet gibt ;)
Euer Manfred & Nelly aus Alaska North Pole